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ÜBERBLICK
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Wer hat gesagt, dass man nur durch die Deux‑Sèvres hindurchfährt, ohne anzuhalten? Zwischen dem märchenhaften Grünen Venedig des Marais poitevin, wo man mit einem traditionellen Boot gleitet, und dem Dorf Oiron mit seinem Renaissance-Schloss-Museum, das Geschichte und zeitgenössische Kunst verbindet, ist eine Pause unumgänglich. Und die Überraschung, die einen Umweg wert ist: Niort ist die Hauptstadt der Versicherungen und Genossenschaften in Frankreich, eine Tatsache so fest wie seine üppigen Ufer.
Haben Sie Lust auf einen Ausbruch, der überrascht und beruhigt? Auf in die Deux‑Sèvres, ein unauffälliges, aber schatzreiches Département. Auf dem Programm: die pflanzliche Magie des Marais poitevin, die gewagte Verbindung von Geschichte und zeitgenössischer Kunst im Schloss-Museum von Oiron und eine Tatsache, die jeder neugierige Reisende wissen sollte: Niort ist die französische Hauptstadt der Versicherungen und Genossenschaften. Steigen wir ein?
Über lange Zeit als einfaches Durchgangsgebiet zwischen Regionen betrachtet, zeigt sich das Département Deux‑Sèvres denen, die sich die Zeit nehmen, es zu erkunden. Zwischen den grünen Spiegelungen des Marais poitevin, Schlössern im Stil der Renaissance oder des Mittelalters und einer unerwarteten wirtschaftlichen Hauptstadt in Niort verspricht die Route köstliche, poetische und ungewöhnliche Umwege.
Der Marais poitevin, das „Grüne Venedig“ in großem Format
Über drei Départements — Deux‑Sèvres, Vendée und Charente-Maritime — und zwei Regionen (darunter Nouvelle-Aquitaine und Pays de la Loire) erstreckt sich der regionale Naturpark Marais poitevin über mehr als 1 000 km² nasser Landschaften und pflanzlicher Labyrinthe. Zwischen Niort und den Ufern des Atlantiks ist es das zweite Feuchtgebiet Frankreichs, direkt hinter der Camargue: eine Kathedrale des Grüns, wo das Wasser die Wege zeichnet.
Auf einem Netzwerk von etwa 100 km Kanälen lädt das berühmte „Grüne Venedig“ zu Bootsausflügen, zu Fuß oder mit dem Fahrrad entlang ausgeschilderter Wege ein. Hier fährt man unter Eschenwipfeln hindurch, streift über Teppiche aus Wasserpflanzen und lauscht den Tänzen der Vögel: die Biodiversität ist Königin und der Moment, köstlich schwebend. Früh am Morgen aufbrechen: der Nebel löst sich auf, das Plätschern erwacht, und das Moor flüstert seine Geheimnisse.
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Oiron und sein Schloss-Museum: wenn die Renaissance mit zeitgenössischer Kunst flirtet
Im Norden der Deux‑Sèvres hat das Dorf Oiron die Bescheidenheit von Orten, die nichts zu beweisen haben. Trotz kürzlicher administrativer Fusionen bewahrt der historische Ort eine schöne Kollegiatkirche und vor allem ein Schloss-Museum aus dem 16. Jahrhundert im puren Stil der Renaissance. Der Besuch hält eine große Überraschung bereit: eine dauerhafte Sammlung zeitgenössischer Kunst, die für die Räumlichkeiten selbst konzipiert wurde. Wenn Holzverkleidungen, Galerien und Kasettendecken auf Installationen und moderne Werke treffen, ist der Dialog lebendig, unerwartet, freudig.
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Und weil jedes Abenteuer eine süße Belohnung verdient, lassen Sie sich von dieser genussvollen Pause verführen, so einfach wie tröstlich: eine ehemalige Tagesmutter und ihre Kuchen. Perfekt, um die Batterien vor dem nächsten Besuch aufzuladen.
Niort, französische Hauptstadt der Versicherungen und Genossenschaften
Man erwartet es nicht unbedingt: Niort, die Präfektur der Deux‑Sèvres, wird als die französische Hauptstadt der Versicherungen und Genossenschaften angesehen. Die erste große Ansiedlung wurde vor mehr als einem Jahrhundert gegründet; seither haben sich die Hauptsitze vervielfacht und ein echtes Expertisepole geschaffen, in dem Know-how, Ausbildung und Innovation zusammenkommen. Unterstützt von öffentlichen und lokalen Akteuren haben diese Aktivitäten die Wirtschaft und Identität der Stadt geprägt, die man heute sowohl für ihre Ufer der Sèvre Niortaise als auch für ihre dynamische Dienstleistungswirtschaft erkundet.
Für die Liebhaber von interessanten Fakten, die man beim Dinner einstreuen kann, hier einige Gesprächsstoffe: faszinierende Anekdoten über die Départements Frankreichs, von Ain bis Somme. Damit lässt sich ausmessen, wie viele schöne Überraschungen die Gebiete bereithalten… angefangen bei Deux‑Sèvres.
Infos: www.tourisme-deux-sevres.com